Millionen von Menschen hören weltweit Kurzwelle, nur im Erdteil Europa hat der analoge Rundfunk leider eine immer geringere Bedeutung, wobei hier vor allem Mittelwelle und Langwelle zu nennen sind -- aufgrund von Entscheidungen der Politiker wurden alle in Deutschland befindlichen Sende-Anlagen für diese jahrzehntelang genutzten Bereiche abgeschaltet. Ein Skandal, der sich im Katastrophenfall rächen wird, wenn Internet, Handy's und andere "moderne" Kommunikationsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Und daß Deutschland als eines der wohlhabendsten Länder der Welt keine Stimme mehr im Äther hat, stimmt nachdenklich. Die "hochgerechneten" Hörerzahlen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit der Verbreitung durch Webradio sind nicht nachvollziehbar, und die früher auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle vertretenen Sender wie beispielsweise die 'Deutsche Welle' erreichen heute noch 5% ihrer vormaligen Hörerschaft, wenn man realistisch ist. Insbesondere in den afrikanischen und asiatischen Staaten fehlt für die Einstellung der Programme durch die BRD jegliches Verständnis ... völlig zu Recht, gerade bei den Staaten mit einer im Durchschnitt ärmeren Bevölkerung, wo oft ein Transistor-Radio das einzige Informationsmittel für die ganze Familie darstellt. Mein afghanischer Hausarzt hat mir das lebhaft bestätigt.

Jedoch gibt es auch in Deutschland eine Sorte Mensch, die sich DX-er nennt und das Hören von weit entfernten Rundfunksendern zum Hobby oder zur Passion gemacht hat. Es sind gerade auf der Kurzwelle hörenswerte Sendungen, interessante Pausensignale, schöne Folklore-Musik und viele weitere Audio-Perlen zu entdecken, ganz zu schweigen von der Innenansicht, die man --unzensiert-- betreffs der empfangenen Länder und Regionen gewinnen kann. 

Der bekannte Hobbyfreund Ralf Bender hat eine gute Einführung in den Kurzwellenempfang verfasst, bitte ››› hier klicken


Hobbykollege Daniel Möller hat auf seiner Webseite den Sinn des Kurzwellenrundfunks wie folgt erklärt (Zitat aus www.fading.de):

Die Abkürzung DX-en (oder in Englisch DX-ing) bezeichnet eine Fernverbindung über Funk.

Bei der gleichnamigen Disziplin handelt es sich um den Empfang weit entfernter Radiosender aus aller Welt. Dabei wird mit einer speziellen Empfangsausrüstung nach Stationen gesucht, die man mit einem einfachen Radio gewöhnlich nicht empfangen kann.

Auf diese Weise gewinnt der Radiohörer kulturelle und politische Eindrücke aus erster Hand, live und unabhängig vom Internet. Die Freude am Rundfunkfernempfang macht aus technischer Sicht die sogenannte 'Wellenjagd' aus - das Aufsuchen eines weit entfernten Senders. Den Hobbybetreibenden nennt man im Deutschen DX-er. Viele DX-er schreiben Rundfunkstationen Empfangsberichte und erhalten daraufhin von dem betreffenden Sender eine Empfangsbestätigung, die sogenannte QSL-Karte. Diese Trophäen werden vom Hobbyisten gesammelt - sie sind eine Erinnerung und dienen zugleich als Nachweis, dass der DX-er die Station auch wirklich gehört hat.

Zitatende.

 Quelle: pinterest.com